Deutscher Gewerkschaftsbund

07.03.2016
Podiumsdiskussion

Arbeitsausbeutung einkalkuliert? - Ausbeutung von mobilen Beschäftigten und Geflüchteten auf dem deutschen Arbeitsmarkt

am 7. März 2016 in Stuttgart

Arbeitsausbeutung einkalkuliert? - Ausbeutung von mobilen Beschäftigten und Geflüchteten auf dem deutschen Arbeitsmarkt

am 7. März 2016 in Stuttgart

Arbeitsausbeutung – ein brandaktuelles Thema heiß diskutiert

Rund 50 Teilnehmende diskutierten am Montagabend über die Ausbeutung von mobilen Beschäftigten bundesweit, aber auch in Baden-Württemberg. Vertreter der Steuerfahndung, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der DRV erläuterten die Fallstricke des Themas Arbeitsausbeutung anhand vieler Beispiele aus ihrer täglichen Praxis. Dorota Kempter, polnisch sprachige Beraterin im DGB-Projekt Faire Mobilität in Stuttgart berichtete über die perfiden Methoden mancher Unternehmer, mit denen sie die Hoffnungen all derer zunichtemachen, die als EU-Bürger nach Deutschland kommen, um ihr Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit wahrzunehmen und durch Arbeit Geld zu verdienen. Lohnbetrug, Scheinselbstständigkeit und Mietwucher waren nur einige der Stichworte, die gehäuft fielen.

Auf dem Podium diskutierten unter der Moderation von Susanne Babila die Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne), die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf, Dr. Reinhard Löffler, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Baron vom BWHT, Evelyne Gottselig, stellvertretende Vorsitzende der Afa Baden-Württemberg (SPD) und Dorota Kempter. Wie kann die Politik Arbeitsausbeutung verhindern? Brauchen wir neue Gesetze oder mehr Kontrollen? Welche Bedeutung haben Beratungsstellen wie Faire Mobilität? Wie können sie fest verankert und finanziert werden? Diese und viele andere Fragen wurden zum Teil kontrovers, aber immer heiß diskutiert.

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Förderung

EU-Project Fair Working Conditions

Das EU-geförderte Projekt "Fair European Labour Mobility" betreibt gewerkschaftsnahe Beratungszentren für entsandte Arbeitnehmer*innen in Polen, Slovenien, Rumänien, Ungarn und Österreich.

Neben der Beratung von Arbeitnehmenden, sind sie im engen Kontakt mit verschiedenen Akteuren in ihren Ländern und in den Empfängerländern, um Probleme zu lösen, sich über Gesetze und Vorschriften auszutauschen, Kontakte zu vermitteln, sich zu vernetzen und einen fairen, europäischen Arbeitsmarkt voran zu bringen.

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