Deutscher Gewerkschaftsbund

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Pendlerpauschale

Die Entfernungspauschale (umgangssprachlich „Pendlerpauschale“) ist ein Pauschalbetrag aus dem deutschen Einkommenssteuerrecht. ArbeitnehmerInnen, aber auch Selbstständige, können mit der Entfernungspauschale einen bestimmten Betrag pro Kilometer Arbeitsweg steuerlich geltend machen – unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Fahrtkosten und vom verwendeten Verkehrsmittel.


Personalrat

Der Personalrat ist die Interessenvertretung für die ArbeitnehmerInnen und BeamtInnen in den Verwaltungen und Gerichten des öffentlichen Rechts (öffentlicher Dienst). Wahlberechtigung und Wählbarkeit der Beschäftigten der Dienststellen sind vergleichbar den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes geregelt. Auch der Personalrat verfügt über Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte zum Schutz der Beschäftigten, jedoch in einigen Bereichen mit Abweichungen gegenüber der privaten Wirtschaft.


Pflegeversicherung

Die 1995 eingeführte Soziale Pflegeversicherung ist neben der Gesetzlichen Renten-, Kranken-, Unfall- und der Arbeitslosenversicherung der jüngste der fünf Zweige der deutschen gesetzlichen Sozialversicherungen. Sie deckt nur einen Teil des Pflegerisikos und der Pflegekosten ab und wird paritätisch aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen finanziert. Seit 2008 liegen die Beiträge bei je 0,975 Prozent des Bruttolohns. Kinderlose ArbeitnehmerInnen zahlen außerdem weitere 0,25 Prozent Beitragssatz. Zwar sind die Beitragssätze paritätisch verteilt – allerdings wurde zur Finanzierung der Pflegeversicherung 1995 der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, so dass ArbeitnehmerInnen mit einem zusätzlichen Arbeitstag überdurchschnittlich zur Finanzierung beitragen. Nur in Sachsen besteht der Buß- und Bettag weiter als gesetzlicher Feiertag, deshalb ist dort der Beitragssatz für ArbeitnehmerInnen höher.


Pflegezeit

Eine Pflegezeit bezeichnet allgemein die Zeit, in der eine Person zur Pflege einer oder eines Pflegebedürftigen seine Erwerbstätigkeit ruhen lässt. Der DGB fordert für eine angemessene Zeitspanne einen Rechtsanspruch auf Freistellung für die Pflegezeit.


Praktikum

Mit einem Praktikum sollen junge Menschen während ihrer Ausbildung oder ihres Studiums berufliche Kenntnisse in der betrieblichen Praxis erwerben oder vertiefen. PraktikantInnen gelten nicht als ArbeitnehmerInnen. Ein Praktikum kann im Rahmen einer Schul- oder Studienordnung für SchülerInnen oder Studierende vorgeschrieben sein („Pflichtpraktikum“) oder von den PraktikantInnen freiwillig geleistet werden. Laut Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung sind jährlich deutlich über eine halbe Million PraktikantInnen in Deutschland im Einsatz. Immer mehr Arbeitgeber ersetzen mit PraktikantInnen reguläre Arbeitsplätze. Die DGB-Jugend stellt deshalb klare Anforderungen an ein „faires“ Praktikum: Es ist zeitlich begrenzt auf höchstens drei Monate, mit mindestens 300 Euro angemessen vergütet und ein Ausbildungsvertrag definiert Ausbildungsinhalte und -ziele. Außerdem sollte nach Abschluss einer Ausbildung oder des Studiums kein Praktikum mehr gemacht werden müssen.


Prekäre Beschäftigung

Prekäre Beschäftigung liegt vor, wenn ArbeitnehmerInnen nur schlecht oder gar nicht von ihrem Einkommen leben können, die Arbeit nicht auf Dauer angelegt ist oder sie unfreiwillig teilzeitbeschäftigt sind. Dazu gezählt werden Leih- und Zeitarbeit, Beschäftigung im Niedriglohnsektor, unfreiwillige Teilzeit, Minijobs oder geförderte Arbeitsgelegenheiten. Auch Selbständige können prekär beschäftigt sein, wenn sie beispielsweise als Scheinselbständige von nur einem Auftraggeber abhängig sind.

Faire Mobilität-Publikationen

Hier bestellen Sie Flyer und Broschüren:

Faire Mobilität, DGB, Keithstr. 1–3, 10787 Berlin
Ansprechpartner Franzisca Pegelow
E-Mail mobilitaet@dgb.de
Telefon (+49) 030 – 21 240 541

Unsere Publikationen erhalten Sie auch in den Beratungsstellen für mobile Beschäftigte.

Glossar

Begriffe der Arbeitswelt kurz erklärt

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