Deutscher Gewerkschaftsbund

08.03.2018
Berlin

Workshop | Aktivitäten zur Bekämpfung von ungleichen Arbeitsbedingungen im europäischen Transportsektor

Workshop Einladung Titel

Faire Mobilität

Die Internationalität des Straßentransports führt oftmals dazu, dass Arbeitnehmerrechte besonders schwierig durchzusetzen sind. An diesem Tag konnten wir 40 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zusammenbringen.

Dabei wurden folgende sechs grenzüberschreitende Gewerkschaftsinitiativen vorgestellt, die zeigen, wie Fahrer dabei unterstützt werden können, ihre Rechte einzufordern:

 

Initiative 1: FNV und VNB - Gewerkschaftsnahe Stiftung zur Durchsetzung des niederländischen, allgemeinverbindlichen Tarifvertrags.

Edwin Atema (FNV) in front of IKEA Truck

Faire Mobilität

Ein Fokus der Stiftung liegt darauf, die gleichen Rechte des Tarifvertrags auch für Fahrer mit Arbeitsverträgen aus dem Ausland zu erreichen, die in den Niederlanden arbeiten.

Input von Edwin Atema, FNV:


 

Intiative 2: Gewerkschaftsbüro in Rumänien, finanziert durch 6 westeuropäische Gewerkschaften

Opening of cooperate Trade Union Office

BTB-abvv

Um gemeinsam rumänische Fahrer zu unterstützen, die in Westeuropa Opfer von Sozialdumping wurden, eröffneten mehrere westeuropäische Gewerkschaften in Kooperation mit der ETF und der rumänischen SLT ein Büro in Rumänien. Fahrer können so in ihrer Muttersprache und nach Rückkehr in ihre Heimat unterstützt werden, während der Kontakt zu Gewerkschaftskolleginnen und Gewerkschaftskollegen im Land gehalten wird, in dem der Fahrer gearbeitet hat.

Ziel ist es, den Organisationsgrad der Gewerkschaft SLT so weit zu erhöhen, dass sie sich in wenigen Jahren selbst finanzieren können.

Presseerklärung der ETF zur Büroeröffnung:


 

Intiative 3: Studie: „Umgehungsstrategien im dänischen Transport“

Titelblatt Broschüre Byways in Danish Transport

3f

Studie über den dänischen Transportsektor: Sie basiert auf einer Umfrage zu Sozialdumping, die aus einer Kooperation zwischen Gewerkschaften aus Rumänien (SLT), Bulgarien (FTTUB) und Dänemark (3f) sowie dem dänischen Arbeitgeberverband (DTL) entstanden ist.

Input von Hans Christian Graversen, 3f:


 

Intiative 4: Teilprojekt „Straßentransport“ im Rahmen des DGB-Projekts „Faire Mobilität“

BeraterInnnen Faire Mobilität Lkw-Infoaktion in Dortmund (2017)

Faire Mobilität

Mit Hilfe des vielsprachigen Beratungsnetzwerks von „Faire Mobilität“ werden Lkw-Fahrer auf Raststätten über ihre Arbeits- und Sozialrechte in Deutschland aufgeklärt. Das Projekt wird in Kooperation mit ver.di und anderen, europäischen Gewerkschaften durchgeführt.

Input von Michael Wahl, Faire Mobilität:



Intiative 5: Fair Posting: Kooperationsprojekt zum Austausch in Fällen von Lohnbetrug bei Entsendungen.

Fair Posting Flyer

Fair Posting

Kooperationsprojekt zur Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die aus Bulgarien, Slowenien oder Kroatien nach Deutschland entsandt wurden. In den Ländern wurden Stellen eingerichtet, um in Kooperation mit Faire Mobilität grenzüberschreitend Fälle von Lohndumping bei Entsendungen zu bearbeiten.

Partner: Bildungswerk des DGB/Bund, bulgarischer (CITUB), slowenischer (ZSSS) und kroatischer (SSSH) Gewerkschaftsbund.

Input von Marko Tanasic, ZSSS:



Intiative 6: Informationszentrum für Arbeitsmigranten an Litauisch-Polnischer Grenze

Opening of Information Center at PL-LT Border

LVPS

In einer ehemaligen Grenzkontrollstation hat die litauische Transportgewerkschaft LVPS ein Informationszentrum eingerichtet, in dem Migranten beraten werden, die auf dem Weg zur- oder von der Arbeit vorbeikommen - hierbei liegt ein besonderer Fokus auf Menschen aus den nicht-EU-Staaten Belarus, Russland und der Ukraine, die oft in einem EU-Land angestellt werden, nur um in ein anderes EU-Land entsandt werden. Das Zentrum wurde gemeinsam mit einer NGO und der staatlichen Arbeitsinspektion eingerichtet.

Input von Jonas Kryžanauskas, Lithuanias Carriers' Trade Union (LVPS):


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Kontakt

Faire Mobilität 
DGB, Kapweg 4, 13405 Berlin
Ansprechpartner
Dominique John
E-Mail mobilitaet@dgb.de
Telefon (+49) 030 – 21 240 540

 

 

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